E-Voting bei der ÖH Wahl?!

Dienstag, der 19. Mai 2009, 09:14 Uhr von Stefan

Meine Highlights aus den E-Voting Meldungen:

  • Quellcode konnte von der Wahlkommission weder im Original eingesehen werden noch gab es Prüfsummen zum Vergleich
    Wie soll eine Wahl jemals transparent ablaufen können wenn die Zugrundeliegen Programmteile nicht zumindest von der Kommission überprüft werden können?
  • Die Wahlkommission konnte noch nicht mal die Oberfläche des Programms begutachten
    Die Begründung war, dass es sonst leichter wäre die Oberfläche zu fälschen und damit den Wählern ein gefälschtes Programm untergeschoben werden kann. Wobei mir völlig unklar ist was das bringen soll? Wenn keiner weiß wie es aussieht kann auch keiner misstrauisch werden, wenn ihm ein anderes Programm untergeschoben wird. Das wäre ja als wenn man niemanden gesagt hätte wie die Euro Scheine aussehen, damit man sie nicht fälschen kann. Und das beste ist, dass somit bei gewissen Parteien Namenszusätze nicht angegeben waren. Wäre das passiert, wenn man vorher Einsicht gehabt hätte?
  • Zitat: “Generell werden keine Angriffe erwartet, da Personen, die versuchen, das System zu
    kompromittieren, rechtlich belangt werden können.”

    Natürlich wird es auch in Zukunft nie mehr zu Einbrüchen in Wohnungen, Mord oder Gewalttaten kommen. Denn diese sind ja auch Strafbar, oder etwa nicht? Wer den Sarkasmus hier nicht gerochen hat sollte die Zeile noch einmal genau durchlesen.
Fazit:
Ich bin gegen die E-Voting Versuche. – Werde traditionell zur Wahl gehen obwohl ich nicht weiß was ich denn überhaupt Wählen sollte denn ich hab noch keine “Links-Rechts-Mitte-Partei” gefunden die sich nicht in liberale Unwichtigkeiten stürzt oder so weit rechts angesiedelt ist, dass man sie einfach nicht Wählen kann. Wo ist denn der nicht Rechts/Links Extremismus geblieben?
Zumindest animiert mich das E-Voting zur Wahl zu gehen. Zumindest um zu demonstrieren, dass ich E-Voting sicherlich nicht vorziehen werde.
Das schlimmste wäre für mich, dass man E-Voting als solch einen Erfolg bewertet, dass man die Spielwiese ÖH verlassen kann und “Echte” Wahlen damit betreibt.

Pressemeldungen/Quellen:

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